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Anekdote von Erwin Birk

In Mudenbach gab es einige Kapellen, meist in der Vorkriegszeit. Darunter ab den 60er Jahren vor allem „unsere Melodies“! Sie wurden zu einer festen Institution in Mudenbach. Schnell nach ihrer Gründung hatten sie sich mit ihrer aktuellen Schlagermusik in die Herzen von Jung und Alt gespielt. Viele Jahre spielten Erwin Birk, Friedel Birk, Karl-Heinz Fuchs aus Mudenbach und Herbert Rahn aus Ingelbach zusammen. Sie hatten Auftritte im ganzen Westerwald und zu vielen Anlässen. Unter anderem spielten sie regelmäßig in Langenbach im „Haus Wiesengrund“ zum Tanz auf. In diesem Tanzlokal spielte auch die folgende Begebenheit, die mir Erwin erzählte:

Es war etwa das Jahr 1965 (damals hatten die „Jacob Sistes“ dort im „Haus Wiesengrund“ ihre ersten Auftritte), als die „Melodies“ dort spielten. Hochaktuell war damals der Schlager „Junge komm bald wieder“ von Freddy Quinn. Paul Schmidt aus Müschenbach war an diesem Abend auch dort. Er war damals ein ausgemachter Fan von Freddy Quinn.

Er bot Erwin 100 DM an, wenn er mit seiner Band 10 x hinter einander diesen Schlager von Freddy spielen würden. Bei dem damaligen Stundenlohn von etwa 5 DM für die ganze Band gab es für Erwin Birk kein langes überlegen – das Angebot wurde angenommen. Nach mehrmaligen Wiederholen begann sich aber schon frühzeitig Unbehagen bei den Gästen und selbst bei den Band-Mitglieder breit zu machen. Erwin aber setzte sich durch und sie spielten gemeinsam „Junge komm bald wieder“ 10 x in Folge, wodurch sie sich anschließend zurückziehen mußten, bis der Unmut unter den Gästen verklungen war.

Zu der damaligen Zeit war das möglich – heute würde man die Bühne abreißen. Ich mußte herzhaft und ungläubig lachen, als Erwin mir diese Begebenheit erzählte.

Jetzt, Ende 2011, lebt nur noch Erwin von dieser, seiner Band „Melodies“.

 

Fotos - Die Melodies

Anekdoten Erwin-Birk

In Mudenbach wurde und wird oft und seit langer Zeit gefeiert, gesungen und getanzt. Viele Bilder zeugen davon. Da gab es Kirmes in Hanwerth, auf der Farrenau, in Mudenbach, es gab Hafenfeste, Jubiläumsfeste von Vereinen und viele andere Anlässe – von einigen davon siehe stellvertretend diese Fotos:

 

Anekdote von Friedel Birk

Friedel Birk, in den 50 und 60er Jahren beschäftigt als Wegewärter, einem Berufszweig, dem brutalem Vorgehen gegen Schnecken nachgesagt wurde. Schnecken mussten manchmal ihr Leben lassen, weil sie die Wegewärter trotz ihrer Langsamkeit überholten... - so und so ähnlich die Witze, die erzählt wurden. Friedel erzählte folgende Begebenheit, die trotz vieler „Märchen“ wahrheitsgetreu sein soll:


Während ihrer täglichen Arbeit sollten einige kleinere Reparaturen am Straßenrand durchgeführt werden. Auf den Hinweis des Baustellenleiters, der vom Büro in Dierdorf kam, daß auf Vögel, die in der Nähe brüteten, besondere Rücksicht genommen werden sollte. Von Friedel Birk, der für seinen trockenen Humor bekannt war, kam dann folgende Antwort: „Do brauchen Se keen Angst ze hann, böss mia beim Nöst senn, künnen die Vüjelscha schonn lang flehjen!“

Das war so typisch Friedel – und das meiste mit todernstem Gesicht! Er konnte auch herzerweichend weinen, was er oft als Musiker mit seiner Kapelle „Melodies“ zum Beispiel während der Mudenbacher Kirmes in Spielpausen zum Besten gab.

Friedel, ein Mudenbacher Original! Schade, dass er nicht mehr unter uns weilt!

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