Zusammenarbeit Gemeindearbeiter von Mudenbach und Wahlrod
Die Ortsgemeinden Wahlrod und Mudenbach haben beschlossen, ab dem 01.05.2010 bei größeren Gemeindeprojekten sowie bei aufwendigen Unterhaltungsmaßnahmen sich gegenseitig zu unterstützen.Die Gemeindearbeiter Friedhelm Fetthauer (Wahlrod) und Dieter Bender (Mudenbach) sollen in Zukunft in Teilbereichen zusammenarbeiten. Durch die Nutzung der vorhandenen unterschiedlichen Gerätschaften in Verbindung der zwei Personen können viele anfallenden Arbeiten wesentlich effektiver ausgeführt werden.
Gleichfalls ist die Einhaltung der Arbeitssicherheit sowie mögliche Urlaubs- oder Krankheitsvertretung erheblich einfacher.
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!
Minister Hering in Mudenbach
Die Hauptstraße soll sicherer werden!
Der ehemalige Stadtbürgermeister von Hachenburg und jetzige Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hendrik Hering, kam im März zu einem kurzfristig anberaumten Termin nach Mudenbach. Anwesend war fst der komplette Gemeinderat. Es stand die Begehung unserer Ortsdurchfahrtsstraße an, die gleichzeitig Landesstraße ist. Es ging fast ausschließlich um deren dringend erforderliche Umgestaltung, damit die oft weit überhöhten Geschwindigkeiten eingedämmt werden.
Den vielen Rasern ist aber wohl nur durch regide Maßnahmen beizukommen. Es wurden mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen, u. a. simulierte Bodenwellen...! Eine weitere Forderung unseres Gemeinderates war die Einrichtung von 30er Zonen im Bereich der Bushaltestellen, denn wie überall sind Kinder die schwächsten und gefährdesten Verkehrsteilnehmer. Außerdem wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h ab der Einfahrt nach Hanwerth bis zum Ortseingangsschild Mudenbach als dringend erforderlich eingestuft.
Im Scann ist das Bild mit dem Bericht aus der Westerwälder-Zeitung (Rhein-Zeitung) vom 12.03.2010.
Waldbegang November-2009
Bericht von Wolfgang Petri, Ortsbürgermeister
Am Samstagnachmittag, den 14.11.2009, fand bei frühlingshaften Temperaturen ein Waldbegang statt. Unter der fachkundigen Führung durch unseren Revierförster Dieter Jung konnten die interessierten Teilnehmer einen aktuellen Eindruck über den Zustand unseres Gemeindewaldes erhalten.
Die Sturmschäden durch den Orkan Kyrill haben sichtbare Spuren im Wald hinterlassen. Ein ca. 6 ha großer Fichtenbestand fiel damals komplett dem Sturm zum Opfer.
Zwischenzeitlich wurde die gesamte Windwurffläche mit Laubhölzern aufgeforstet.
Die Aufforstung kann als sehr gelungen angesehen werden. Auf dem ertragreichen Waldboden hat sich zur Aufforstung eine starke Naturverjüngung hinzugefügt.
Wir werden an dem Windwurfstandort zukünftig einen Mischwaldbestand mit fast ausschließlich Laubhölzern vorfinden.
Desweiteren wurde in diesem Bestand ein Teilbereich eingezäunt und in dieser Schutzzone Eichen gepflanzt.
Hiermit soll erreicht werden, dass zukünftig auch der Anteil an Eichen in unserem Wald erhalten bleibt.
Der Mudenbacher Waldboden ist Garant für qualitativ sehr gute Eichen und Buchen und diese Baumarten sollten auch weiterhin einen hohen Anteil im Wald darstellen.
Die Fichte wird in der früheren Dichte nicht mehr vorzufinden sein und wird durch Laubholz ersetzt.
Durch Aufforstung und Naturverjüngung wird sich das gewohnte Bild des Waldes verändern. Die Monokulturen mit ausschließlich Fichtenbewuchs machen nunmehr Platz für einen Mischwald mit gewollter Vielfalt an Baumarten.
Dieter Jung sprach beim Waldbgang auch die Brennholzaufarbeitung an.
Im Mudenbacher Wald wird Brennholz ausschließlich zur Selbstwerbung angeboten. Die Aufarbeitung im Wald ist seitens der Ortsgemeinde gewollt und wird auch seit Jahren so praktiziert.
Die Selbstwerbung wird in Mudenbach nach den Vorgaben der Forstbehörde umgesetzt. Die Selbstwerber benutzen ausschließlich die vorhandenen Gassen und haben bislang keine Schäden in den Beständen verursacht und es ist auch für die Zukunft vorgesehen weiterhin so zu verfahren.
Bericht von Herr Dieter Jung, Revierleiter
Am Samstag, den 14.11.2009 fand der diesjährige Waldbegang statt.
Fast der gesamte Gemeinderat, einige Ortsbürger, Ortsbürgermeister Wolfgang Petri sowie Revierleiter Dieter Jung trafen sich am Waldeingang Hartenberg in Hanwerth.
Zunächst wurde die bevorstehende Laubholz-Durchforstung in Abt. 2a (Hardteberg) besprochen. Hier wird in den nächsten Tagen Eichen- und Buchenstammholz aufgearbeitet. Das Eichen-Stammholz geht überwiegend in den Export nach Frankreich in die Fassholzproduktion. Ebenso wird hier der überwiegende Teil des diesjährigen Brennholzes anfallen.
In der Abt. 7a und 10a (An der Straße Richtung Marzhausen links) konnten wir uns über die kürzlich erfolgten Jungbestandspflegemaßnahmen informieren. Durch gezielte Eingriffe in den 33-jährigen Bergahorn und Roteichen waren die qualitativ besten Bäume freigestellt worden, um hier letzendlich gut bezahltes Furnierholz zu erwirtschaften.
Anschließend nahmen wir die Windwurf-Aufforstungsflächen in Augenschein. Hier ist in den beiden letzten Jahren im Mudenbacher Wald sehr viel geschehen. Insgesamt wurden auf 6 ha ca. 20.000 Laubbäume gepflanzt. Zuletzt wurden in diesem Frühjahr 1.200 Traubeneichen in der Abt. 10a gepflanzt und eingegattert.
Über die gut funktionierende Naturverjüngung im Gemeindewald Mudenbach konnten wir uns insbesondere in der Abt. 12a (unterhalb der B 414) überzeugen. Die von den Stürmen aufgelichteten Fichten-Monokulturen waren mit Buchen und Bergahorn unterpflanzt worden. Dazu hat sich flächendeckend eine natürliche Verjüngung aus Fichten, Lärchen und vielen anderen Baumarten eingestellt. Der Wald befindet sich hier in einem Umbau von einem reinen Fichtenwald in einen wertvollen Mischwald.
Nachdem das Sturmholz aus den Nasslagern verkauft ist, konnte Herr Jung einen kurzen finanziellen Abschlussbericht
- 2007 endete mit einem Überschuss von ca. 50.000 €
- 2008 war auf Grund der großen Ausgaben für die Aufforstungen ausgeglichen
- 2009 wird voraussichtlich mit einem Überschuss von ca. 70.000 € abschließen
Somit gehen wir insgesamt mit einem Überschuss von ca. 120.000 € aus den Windwürfen "Kyrill" und "Emma" heraus. Leider sind diese Einnamhmen durch große Wunden bzw. Vorratseinbußen in unserem Wald teuer erkauft. In den Windwurfjahren mussten fast 6000 Festmeter Holz aufgearbeitet werden. Bei einem normalen Jahreseinschlag in Mudenbach von ca. 650 Festmeter bedeutet das, dass in den Jahren 2007 und 2008 durch Windwurf soviel Holz angefallen ist wie üblicherweise in 9 Jahren. Dieses hat zur Folge, dass in den nächsten Jahren der jährliche Einschlag zurückgefahren werden muss.
Insgesamt kann mann jedoch momentan für den Mudenbacher Wald eine positive Bilanz ziehen:
Sämtliches Windwurfholz ist verkauft. Die Sturmflächen sind komplett mit Laubholz aufgeforstet. Alle Waldwege sind instandgesetzt worden und in einem guten Zustand und bei der Jungbestandspflege gibt es keine Rückstände mehr.
Der Waldbegang endete in Abt. 1 (Hardt), wo man beschloss, den Wiedwanderweg (Fußweg oberhalb der Kläranlage) im nächsten Jahr auszubessern bzw. zu befestigen.
Bemerkungen zum Waldbegang von Rainer Thiel
Man läuft trotz aller Umsicht noch an vielen interessanten Dingen im Wald vorbei. Herr Jung brachte uns allen mit seinem Fachwissen einiges näher. So zum Beispiel werden Zukunftsbäume mit dauerhaften Punkten markiert und wachsen in der Regel in einem Abstand von etwa 12 m. Vorheriger enger Bewuchs wird nach und nach ausgedünnt und zum Beispiel zu Brennholz verarbeitet.
Bei der Eichen-Neupflanzung war wohl vielen neu, dass keine Reihenpflanzung mehr erfolgt, sondern (wohl auch aus Kostengründen) Klumpenaufforstung. Diese Klumpen werden in einem Abstand von 12 m festgelegt und mit etwa 50 jungen Pflanzen besetzt (siehe Foto 007 - die blauen Spitzen an den Markierungsstäben deuten die Klumpenmitte an). Später, nach Aufarbeitung und Ausdünnung, ergibt das dann wieder den oben erwähnten Abstand eines guten Nutzbaumes (Zukunftsbaumes) mit einer Lebenserwartung von ca. 120 Jahren, der dann meist in der Furnierindustrie verarbeitet wird.
Eine ganz kleine Minderheit bilden Douglasien in unserem Wald. Ein Prachtexemplar konnten wir bei der Kreuzung der Waldwege in der Nähe des Steinernen Pfeilers finden, ca. 60 Jahre alt und kerzengerade gewachsen. Diese Douglasien sind gegen Borkenkäfer resistent, wachsen schneller als Fichten und wurzeln tiefer und sind somit sturmsicherer als diese. Douglasien werden ebenso wie Fichten mit ca. 90 - 100 Jahren gefällt, haben eine höhere Resistenz als die Fichte und werden bei optimalen Bedingungen in Europa um die 60 m hoch.
Schmuckstücke in unserem Wald sollen einmal zwei Mammutbäume werden, die in unserem Wald gepflanzt wurden. Diese bereits jetzt schön anzusehenden Bäumchen wachsen nach einer ca. 5-jährigen "Kindheit" ziemlich schnell und werden wohl mal unsere Nachkommen erfreuen. Diese Mammutbäume erreichen auf idealem Boden eine Höhe von etwa 100 m!
Der Hinweis auf die Rückegassen erfolgte auch auf dem besonderen Hintergrund, dass die Holzindustrie nur noch Nutzholz aus zertifiziertem Bestand aufkauft und verarbeitet. Zu dieser Zertifizierung gehört, dass die Rückegassen unbedingt eingehalten und genutzt werden, ansonsten verliert unser Wald diese Zulassung, die uns aber allen am Herzen liegen sollte.
Fotos: Rainer Thiel







